Frauen im Bikepacking

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Vom sich Waschen, sauber fühlen und Zähne putzen

An erster Stelle möchte ich sagen: Denkt an die Natur. Wir sind gerne Draußen unterwegs und sind zu Gast in der Natur, also wollen wir sie auch erhalten. Dass wir also biologisch abbaubare Mittel für unsere Körperhygiene verwenden, ist für uns eine Selbstverständlichkeit!

handgefertigte Seifenstücke
Für mich persönlich braucht es, wenn ich unterwegs bin, eine einfache Seife. Diese reicht mir für den Zeitraum, in dem ich unterwegs bin, auf jeden Fall für alle Körperstellen und auch für die Haare. Sollte man sich doch einmal eine Nacht im Hotel gönnen, steht dort ja meist auch Duschgel bereit, das ich dann immer dankend annehme, wenn ich mich doch mal so richtig frisch fühlen möchte. Aber so lange ich mich ohnehin nicht allzu intensiv waschen kann, komme ich mit einer gut gewählten Seife aus.

An sich bin ich ein Fan von festen Seifen. Auf meiner ersten Tour musste ich allerdings schnell die Erfahrung machen, dass eine feste Seife doch recht ungeeignet ist. Zunächst einmal ist ein ganzes Stück viel zu groß. Was aber viel problematischer war ist, dass sie mir unterwegs zerbröselt ist und ich an einen zusätzlichen Beutel denken musste, in dem ich die nassen Stückchen wieder verpacken konnte. Eine riesen Sauerei! Ich persönlich empfehle es nicht.

Ich bin also mittlerweile mit einer flüssigen Seife unterwegs. Die kann man gut dosieren und wenn man es ganz nerdig betrachtet, braucht man für die auch ein bisschen weniger Wasser. Man sollte nur aufpassen, dass man beim Waschen einen Platz mit einer festen Grundlage findet, auf der man die Seife abstellen kann. Denn wenn einem die Seife umfällt und ausläuft ist das sehr ärgerlich und wenn man sie bei jedem Handgriff wieder verschließen muss und irgendwie in einer Hand balanciert, wird das Waschen schnell zu einer quälenden Prozedur.

Wie läuft das denn jetzt mit dem Waschen?

Also. Ich wasche mich unterwegs bevorzugt Abends. So muss ich nicht verschwitzt in meinem Schlafsack schlafen. Ich nehme mit: eine flüssige Seife, Wasser, ein kleines Handtuch und im Idealfall gleich eine frische Unterhose und die Sachen, in denen ich schlafen möchte. Ich suche mir einen Platz, wo ich nicht alle paar Sekunden schauen muss, ob ein Wanderer in mein Badezimmer rein platzt und ich eine halbwegs feste Unterlage für meine Sachen habe. Besonders beliebt sind bei mir Baumstümpfe zum Beispiel. Ich nehme etwas Seife mit etwas Wasser in die Hand, wasche die nötigsten Körperstellen damit ab, wasche mit Wasser noch einmal nach und trockne mich ab. Rein in die frischen Klamotten. Fertig.

Das Zähne putzen

Wenn wir unterwegs sind, putzen wir unsere Zähne mit Zahnputztabletten. Das hat verschieden Vorteile: Wir können genau dosieren, wie viele wir brauchen, sie wiegen etwas weniger als Zahnpasta und es kann unterwegs nichts auslaufen. Schonmal ein Waschbeutelchen voller Zahnpasta gehabt? Keine schöne Vorstellung ;) Wenn du im Winter unterwegs bist, hat Chris den ultimativen Tipp für dich: Koche dir bei der Tee- oder Kaffeezubereitung etwas mehr Wasser mit auf und verwende das dann zum Zähneputzen. So erleidest du nicht gleich am Morgen den ersten Kälte-Schock. Herrlich! Wenn du mehr zum Thema Zahnputztabletten wissen möchtest - Chris hat das für dich getestet, hier findest du das Video: Ultralight Bikepacking - Zahnpastatabletten: hier holst Du das letzte Gramm raus!

Haare waschen

Haare in der Sonne
Beim Thema Haare waschen ist es schon eine grundlegende Frage, wie lang deine Haare denn sind und in welcher Jahreszeit du gerade unterwegs bist. Ich selbst hatte bei meinen ersten Touren das Extrembeispiel: Ich hatte lange Dreadlocks und wir waren im Winter unterwegs. Das Thema Haare waschen entfiel für mich also komplett. Die Haare wären schlichtweg nicht trocken geworden und ich hätte mir sicher ne fette Erkältung eingefangen. Generell würde ich dazu raten, im Winter irgendwie, wenn möglich, unterwegs aufs Haare waschen zu verzichten.

Zwei nützliche Erfahrungen habe ich allerdings mit den Dreadlocks gemacht:

1. Man kann seine Haare darauf konditionieren, dass sie weniger gewaschen werden
Ja, das klingt erst einmal eklig und die Meisten können sich das gar nicht vorstellen. Aber an sich waschen wir unsere Haare viel zu oft und unsere Pflegeprodukte und Haarwaschmittel sind meist darauf ausgelegt, dass wir die Haare möglichst häufig waschen müssen. Unserer Kopfhaut gefällt das eigentlich gar nicht so gut. Ich rate dazu, es einfach mal auszuprobieren. Steige auf eine schonende Seife um und versuche Stück für Stück deine Kopfhaut daran zu gewöhnen, immer einen Tag länger ohne Haare waschen auszukommen. Bei mir hat es ganz gut funktioniert und wenn du ein paar Tage länger Draußen unterwegs bist, ist das sehr von Vorteil, weil deine Kopfhaut es dann einfach gewohnt ist seltener gewaschen zu werden und nicht unter dem Helm das Jucken anfängt.

2. Wenn man gar nicht aufs Haare waschen verzichten kann und will, dann kann man auch versuchen, nur den Ansatz zu waschen
Auch das ist eine Erfahrung, die ich mit den Dreadlocks gemacht habe. Wenn ich viel geschwitzt habe und unbedingt meine Haare waschen musste – aber nicht konnte, weil ich unterwegs bin – dann hat es immer ganz gut funktioniert, ein wenig Seife in den Händen zu zerreiben und damit vorsichtig die Kopfhaut zu reinigen. Achtung: Auf gar keinen Fall zu viel Seife, du musst das mit möglichst wenig Wasser auch wieder ausgespült bekommen, ohne dass die Haare komplett nass werden!

Mittlerweile sind die Locken ab und ich habe wieder kurze Haare. Meine persönlichen Erfahrungen damit werde ich noch sammeln. Aber ich denke, ich werde kurze Haare im Sommer einfach kurz waschen, falls es das braucht.

Hast du Tipps, wann und wie du deine Haare wäschst? Dann lass es uns gern über die Kommentare wissen!
Bildquellen
Seifen Bild von Free-Photos auf Pixabay
Haar Bild von Free-Photos auf Pixabay
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